Gegrilltes Büffelfleisch mit Pilzen

Schon in alter Zeit unter den Ureinwohnern (den Indianerstämmen) war die Schmackhaftigkeit der Pilze und die Kombination mit Fleisch bekannt. So wurde z.B. Fleisch, sowohl vom Büffel, als auch vom Wild als eine Art von Goulasch zubereitet.

Eine weitere Zubereitungsart war die Zubereitung am „Lagerfeuer“. Wie aus alten Quellen berichtet, wurden „Fleischscheiben“ abwechselnd mit großen Pilzhüten am Spieß gebraten!

Gewissermaßen ein „übergroßes“ Schaschlik. An Stelle des hier nicht erhältlichen Büffelfleisch könnte Rindfleisch treten.

Wer es sich ganz einfach machen will, nimmt einen Haushaltsgrill mit Drehautomatik und würzt mit „Hickory-Rauchsalz“.

Wer die Möglichkeit hat, nimmt natürlich eine entsprechende Einrichtung über einem Holzkohlengrill!!!

Gewürzt wird original nur mit Kräutern!

Salbei, wilder Majoran (Oregano) und Thymian waren die hauptsächlichsten Würzkräuter der Indianer dieser Region.

Pro Person 2 dünne Scheiben Rinderfilet und einen großen Steinpilzkopf, der diagonal halbiert wird. Fleisch nach Geschmack salzen und würzen dann mit den Pilzscheiben abwechselnd auf den Spieß stecken und auf dem Holzkohlengrill garen. Den Spieß dabei öfter wenden, damit Alles gleichmäßig garen kann. Die Grillzeit richtet sich danach, wie weit das Fleisch durchgegart sein soll

Pilze in Bierteig

je nach benötigter Menge: auf 200 g Mehl zwei Eier, ca.1/8 l Bier, eine Priese Salz.

Mit dem Schneebesen aus o.a. Zutaten einen nicht zu dickflüssigen Teig herstellen.

Die Pilzbüschel mit den Köpfen in den Teig eintauchen, kurz abtropfen lassen und mit den Köpfen nach unten in die Fritüre bei ca. 170° C geben und goldbraun ausbacken.

Pro Person sollte man etwa 150-200 g Pilze rechnen, da die Stiele ja nicht mitgegessen werden. Die frittierten Pilze im vorgeheizten Backofen (ca. 80° C) warm halten, bis alle Pilze frittiert sind. Mit einigen Tropfen Zitronensaft würzen. Wer mag, kann dazu eine Cocktailsauce oder auch eine Sauce Remoulade reichen

Wild Mushroom Scramble

120 gr frische Champignons, 120 gr frische Steinpilze (oder andere Wald~ bzw. Zuchtpilze), 1 kl. Zwiebel, ca. 60 gr Butter, 1 El Olivenöl, 8 Eier, 2 El saure Sahne, Salz, Pfeffer, Thymian, frische Petersilie.

Pilze nie waschen, sondern trocken putzen, in feine Scheiben schneiden. Zwiebel fein würfeln. Olivenöl mit ca. 1/3 der Butter in eine Pfanne geben. Zwiebelwürfel andünsten, Pilze dazugeben und schmoren. Mit Salz, Pfeffer, frischer gehackter Petersilie und etwas zwischen den Fingern verriebenen Thymian würzen.

Die Pilze solange braten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist! Warm stellen.

Aus den mit der sauren Sahne verquirlten, gewürzten Eiern Rührei herstellen.

Rührei Portionsweise auf vorgewärmte Teller geben, die geschmorten Pilze darauf verteilen und mit frischer gehackter Petersilie (oder Schnittlauch) bestreuen

Steinpilze in Rahm

(Boletus in Cream-Gravy)

Was mich schon immer gewundert hat, ist, das der Amerikaner – bei einer solchen Vielfalt an Pilzen auf dem Nordamerikanischen Kontinent – den einzelnen Pilzen keinen eigenen Namen gegeben hat, sondern die lateinischen Bezeichnungen verwendet.
Mushrooms ist ja nur der Sammelbegriff für alle Pilze! – und nicht nur für Champignons, wie manch Einer vielleicht irrtümlicherweise glauben mag.

Eine ganz besonders delikate Zubereitung:
Steinpilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Feingewürfelte Zwiebel, mit Salz, Zucker und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken und etwas ziehen lassen (je nach Geschmack und Menge der Pilze). Bei mittlerer Temperatur die Zwiebelwürfel dann im ausgelassenem Butterfett glacieren. Die Pilze dazugeben und braten, bis sie Flüssigkeit abgeben. Eine entsprechende Menge flüssige Sahne dazu geben, das Ganze kurz aufkochen lassen, die Hitze stark reduzieren und bei kleiner Flamme noch ca. 5 Min. Köcheln lassen. Mit gehackter Petersilie bestreuen und mit halbierten, gewürzten Pellkartoffeln, die mit einem „Klecks“ saurer Sahne verziert sind, servieren.

Genaue Angaben zu den Pilzgerichten lassen sich nicht machen, da jeweils nach Menge der zur Verfügung stehenden Pilze ausgegangen werden muß.
Danach richtet sich dann auch die Zahl der einzuladenden Gäste!
Pilze sollten möglichst noch am gleichen Tag, spätestens am Tag nach dem Sammeln zubereitet werden!!! (Aufbewahrung im Gemüsefach des Kühlschranks)

Pilzrezepte

Genau wie in Europa steigt die Anzahl der Pilzfreunde auch in den USA ständig an.

Währen die Hauptsaison bei uns (Alpenregion) erst ab Juni/Juli (Rotkappen/Sommersteinpilze) beginnt und die meisten der Pilzsorten erst im September/Oktober wachsen, beginnt in den USA (und natürlich auch in den entsprechenden deutschen Regionen) die Saison bereits im Mai und das hauptsächlich im Staate Michigan. Rund um die Stadt Boyne City, Mich. wachsen in den Espen~ und Mischwäldern sehr viele Morcheln, überwiegend, die bei uns unbekannte gelbe Morchel.

Zu den „National Mushroom Hunting Championchips“ (Pilzsammelmeisterschaft) reisen sogar aus anderen Gebieten der USA die Sammler an.
Zwar wachsen überall in den Wäldern der USA Pilze, aber besonders viele in den feuchten Wäldern des nördlichen Mittelwestens (Michigan, Wisconsin) und im pazifischen Nordwesten (Oregon, Washington).
Bekannte Pilzsorten in den USA sind neben den gezüchteten Champignons, Egerlingen und Austernpilzen, natürlich auch die Wildformen dieser drei Pilzarten. Ebenso sind Rotkappen, Steinpilze und Pfifferlinge zu finden, aber auch Herbst~ oder Totentrompeten, Rotspitziger Hahnenkamm (Rötliche Koralle, Bärentatze), Samtfuß-Rübling und die zahlreichen gut schmeckenden Täublinge, sowie eine weitere Anzahl an Sorten.

Die meisten dieser Rezepte stammen schon aus der Zeit der „Western-Küche“, sind aber nicht so speziell und da auch heute noch gebräuchlich, habe ich sie unter E (Allgemeine) eingeordnet. Das Rezept Gegrilltes Büffelflleisch mit Pilzen stammt aber aus der Rubrik A (Indianische Küche).

ACHTUNG!!!

Bitte die Rezepte nur ausprobieren, wenn Sie sich wirklich sicher sind, dass sich kein Giftpilz unter den von Ihnen gesammelten Pilzen befindet!!!

Es sind fast alle Pilze essbar und schmackhaft – manche aber leider nur einmal!!!