New England Clam Chowder

(von Venusmuscheln)
ca. 6 – 8 Portionen

Da – im Originalrezept, die hier nicht erhältlichen – frischen Venusmuscheln angegeben, muß man umrechnen (2,7 kg frische Muscheln = ca. 800 gr Dose) oder durch frische Miesmuscheln ersetzen.

2,7 kg frische Muscheln, 1 Selleriestange mit Blättern (in Stücke geschnitten), 1 halbierte Möhre, 2 Lorbeerblätter, 3 Zweige frischer oder ½ Tl getr. Thymian, 3 grobgehackte Zwiebeln, 2 Cup Wasser (500ml), ½ Cup (125ml) Muschelsud (Fertigprodukt).

Ca. 250 gr Frühstücksspeck in Würfel geschnitten, 1 EL frischer- gehackter –Thymian, 2 EL Butter, 8 kleine neue Kartoffeln in ca. 0,5 cm Würfel geschnitten, 2 Cup (500 ml) flüssiger Rahm, 2 EL frische gehackte Petersilie (möglichst glatte!), frisch gemahlener schwarzer Pfeffer.

Die Muscheln in kaltem Wasser gut waschen.In einem Topf mit Möhren, Sellerie, Thymianzweigen, Lorbeerblatt und ca. 1/3 der gehackten Zwiebel geben. Wasser und Muschelsud angießen. Zugedeckten Topf zum Kochen bringen und unter rütteln etwa 5 Min kochen lassen. Die Brühe durch ein feines Sieb geben und beiseite stellen. Die Muscheln aus der Schale lösen, nichtgeöffnete Muscheln müssen weggeworfen werden! Im trockenen Topf die Speckwürfel bei geringer Hitze ausbraten. Nach ca. 5-7 Min die restlichen Zwiebelwürfel, die Butter, das 2. Lorbeerblatt und den gehackten Thymian zugeben und weiterbraten, bis die Zwiebeln leicht Farbe annehmen. Die rohen Kartoffelwürfel und die durchgesiebte Brühe dazugeben und bei mittlerer Hitze ca. 10-12 Min zugedeckt köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.

Die grob gehackten Muscheln und die Sahne dazugeben, aufkochen lassen und noch ca. 3-4 Min weiter erwärmen. Nicht mehr kochen lassen! Lorbeerblatt entfernen, die Suppe nach Geschmack pfeffern, die gehackte Petersilie hineingeben und servieren

Maisbrot (Cornbread)

1 ½ Cup weißes Maismehl (US Shop im Internet, siehe Vorwort), ½ Cup Weizenmehl, 2 Tl Backpulver, 1 gestr. Tl. Natron, 2 EL Zucker, 1 Tl Salz, 1 Ei, ¼ Ltr. Buttermilch, 60 ml. zerlassene Butter.

Maismehl, Weizenmehl, Backpulver, Natron, Salz und Zucker in einer großen Schüssel vermengen. In einer anderen Schüssel das Ei mit der flüssigen Butter und der Buttermilch mit einem Schneebesen verschlagen. Diese flüssige Mischung unter die Mehlmischung rühren und sorgfältig verkneten.
Den Backofen auf 220°C vorheizen und darin eine große gusseiserne Pfanne
erhitzen.
Achtung!!! Entweder Pfanne ohne Stil oder mit Metallstiel!!!
Niemals Pfanne mit Plastik~ oder Holzstiel verwenden!!! Brandgefahr!!!
Vorgeheizte Pfanne mit der Butter auspinseln, den Teig hineingeben, glatt streichen und in ca. 20 – 25 Minuten goldgelb backen!
Dieses Maisbrot diente als Beilage zu allen möglichen Gerichten

Chowders

(Dick oder Dünn – Geschmacksache – oder zweckmäßig ?)

Heute vermutlich eine Frage des Geschmacks, genauso wie die Frage beim „Clam-Chowder“ ob weiß oder rot.

Damals, als diese Gerichte „erfunden“ wurden, sicher eine Frage der vorhandenen Zutaten – da wurde nicht groß nach „Geschmack“ gefragt, wenn überhaupt gefragt wurde, dann danach, was „vorhanden“ war! So dürfte auch die Frage nach weiß oder rot unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten sein. Während ursprünglich „weiß“ – also Crèmesuppe – mit Rahm oder Milch, angedickt mit zerdrücktem Schiffszwieback (oder Mehl) und Butter, so kam die „rote Variante“ mit den Tomaten erst im vergangenen Jahrhundert auf. Ob es wirklich die italienischen Einwanderer waren, wird sich vermutlich nie ganz klären lassen.

Heute können wir uns allerdings den „Luxus“ der Geschmacksfrage erlauben, aber da nun einmal jeder Geschmack von Natur aus verschieden ist, so sind hier einige verschiedene Versionen zum Ausprobieren vorgestellt.

 

Typisches amerikanisches Weißbrot (ähnlich unserem Toast)

Je nach Backform ca. 22 cm Brotlaib

1 Päckchen Trockenhefe (25- 30g), ¼ l Milch, 1 ½ EL Zucker, 450g Weizenmehl, 60g Butter, 1 TL Salz
Glasur: 1 Ei, leicht mit 1 EL Milch geschlagen

Die Hefe in 1/8 l warme Milch (ca. 45° warm) streuen. 1 TL Zucker hinzugeben und so lange rühren bis dieser völlig aufgelöst ist. Die Mischung etwa 10-15 Min., bis sie Blasen zu werfen beginnt und sich fast verdoppelt hat, in einen leicht vorgewärmten aber abgeschalteten Backofen gehen lassen.

Die Masse in eine große Rührschüssel geben, die übrigen 1/8 l Milch hinzufügen und umrühren bis sich die Hefe aufgelöst hat. Mit einem Großen Löffel nach und nach 150g Mehl hineingeben und so lange kräftig weiterrühren bis der Teig glatt ist. Unter fortwährendem Rühren die Butter, den restlichen Zucker, salz  und weitere 250 g Mehl hinzugeben. Rühren bis eine glatte Masse entsteht. Dann den Teig auf eine  mehlige Unterlage (Tisch) legen und mindestens 10 Min. kneten indem man den Teig von einem zum anderen Ende faltet, runterdrückt, vorwärts schiebt und zurückfaltet. Jeder nach seinem Geschmack und Können. Immer wieder etwas Mehl mit der Hand drüber stäuben, damit dieser nicht kleben bleibt. Wenn der Teig glatt und elastisch ist, legt man diesen in eine mit Butter ausgestrichene Schüssel. Mit ein wenig Mehl bestäuben und mit einem Küchentuch bedecken. Den Teig an einem warmen, vor Zugluft geschützten Ort 45-60 Min. aufgehen lassen, bis er seinen Umfang verdoppelt hat und langsam zurückspringt, wenn man mit dem Finger leicht draufdrückt. Dann ein, zwei kräftige Schläge auf den Teig geben damit er auf seine ursprüngliche Größe zurückgeht und noch mal 30-40 Min gehen lassen. Eine Kastenform (ca. 500g) leicht aber gründlich mit Butter einfetten. Den Teig zu einem kompakten, in der Mitte etwas höheren Laib formen und in die Form legen. Mit einem Handtuch bedecken und am gleichen warmen Ort nochmals 25 Min. aufgehen lassen, bis er den Rand der Form erreicht hat. Die Oberfläche reichlich mit der Eier-Milchglasur bepinseln. Dann im unteren Drittel des in der Zwischenzeit auf ca. 175° aufgeheizten Backofens ca. 30-45 Min. aufbacken,  bis das Brot Goldbraun ist und ein in die Mitte des Laibes gestochenes Holzstäbchen trocken und sauber wieder herauskommt. Das Brot aus dem Backofen nehmen etwas abkühlen lassen und dann die Form umstülpen und das Brot weiter abkühlen lassen, bevor man es anschneidet.

Runzas

(Hefeteigpasteten, gefüllt mit Rindfleisch und Kohl)
4 – 6 Pers. (ergibt 12 Stück)

Teig:
5 Cup Mehl, 1 Tl. Trockenhefe, 2 EL warmes Wasser, ½ Cup Zucker, 1 gestr. Tl. Salz, 275 ml lauwarme Milch, 160 gr. flüssige Butter, 2 Eier.
In einer entsprechend großen Schüssel das Mehl mit dem Zucker und dem Salz gut vermengen. Die Hefe mit dem warmen Wasser verrühren.
In einer anderen Schüssel die Milch, die verquirlten Eier und die Flüssige Butter mit der aufgelösten Hefe vermischen. Diese Mischung dann langsam unter die Mehlmischung rühren. Sollte der Teig nicht geschmeidig genug sein, etwas Wasser zugeben.
Den Teig dann auf einem bemehlten Backbrett (oder andere Fläche) gut durchkneten, bis er geschmeidig ist. Abgedeckt etwa 30 Minuten aufgehen lassen (bis er etwa doppelt so groß ist). Nochmals den Teig durchkneten und eine weitere halbe Stunde ruhen lassen.
Während dieser Zeit die Füllung vorbereiten.

Füllung:
500 gr. Rinderhack, 1 Zwiebel, Salz, Pfeffer, 2 EL Olivenöl, 4 Cup in feine Streifen geschnittenen Weißkohl.
Das Öl in einer großen, schweren Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Die feingehackte Zwiebel hineingeben und glasig dünsten. Die Hitze auf hohe Stufe schalten und das Hackfleisch hineingeben und unter Rühren anbraten. Hitze wieder reduzieren und die Kohlstreifen dazu geben. Unter Rühren den Kohl „zusammen fallen lassen“. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Pfanne vom Herd nehmen.

Jetzt den Hefeteig auf einer bemehlten Fläche in 12 gleiche Teile schneiden und zu Kugeln formen. Die Teigkugeln dann zu ca. 15 cm großen runden Fladen ausrollen. Jeweils ein Zwölftel der Hack-Kohlmischung (ca. ¼ Cup) in die Mitte der Fladen geben. Ein Ei verquirlen, damit die Ränder der Fladen einpinseln, die Fladen Überschlagen, so das ein „Halbrund“ entsteht. Die Ränder gut Andrücken, damit die Füllung nicht austreten kann. Die Teigtaschen auf ein mit Öl eingefettetes Backblech legen und etwa 20 Minuten ruhen lassen.
Den Backofen auf 180°C vorheizen und die Pasteten ca. 15 – 20 Min. im Ofen backen, bis sie goldbraun sind. Mit Butter bestreichen und servieren

Festliches Schnellgericht für Weihnachten (oder andere Feiertage)

Sowohl bei den Firmen Plus, als auch bei Aldi gibt es von verschiedenen Herstellern diesen Artikel. Von uns wurde das Produkt der
über Aldi vertriebenen („Bölts Knusperente“) getestet. Es handelt sich hierbei um ein vorgefertigtes Produkt, dass in ca. 30. Min im
Backofen fertiggestellt werden kann. Für „Normal-hungrige“ würde je eine Packung für zwei Personen reichen. Für ganz hungrige
nimmt man dann halt jeweils eine Portion , oder aber eine Suppe vorweg und vielleicht noch ein Dessert. (Dann reicht, mit Beilagen
auch eine ½ Ente für zwei Personen!

Als Beilage empfehle ich Apfelrotkraut – wobei ich, egal ob „Markentiefkühlware“ oder Rotkraut aus dem Glas (dann allerdings eine
etwas größere Menge der „Veredlung“ verwenden würde) – zunächst einen Apfel (ich bevorzuge Boskoop oder Cox Orange) geschält und in kleine Würfel geschnitten mit Glühwein marinieren (nur gerade eben bedeckt!) – ca. 1 – 2 Stunden bei Zimmertemperatur.
Sollte bei dem Rotkraut der Zusatz von Flüssigkeit nicht angegeben sein, empfehle ich die Zubereitung im offenen Kochtopf, also ohne Deckel, bis die Flüssigkeit fast verdunstet ist, dabei sollte aber des Öfteren umgerührt werden! Danach das Rotkraut noch mit 1-2 Tl (nach Geschmack) Gänseschmalz abschmecken.

Inzwischen die Gänsehälften, die übrigens in Alu- Formschale geliefert werden, nach Vorschrift im Backofen nachgaren!

Wenn möglich (gibt es in diversen Geschäften) eine Flasche Geflügelfond vorher besorgen. Die angegebene Menge (meistens 3 EL auf ½ Ltr. Wasser) gebe ich nur auf 3/8 Ltr. Wasser. Danach entnehme ich die Enten aus den Zubereitungsschalen, gebe die sich angesammelte Flüssigkeit zu dem Geflügelfond, den ich , mit „Glutamat“ (Vet-Sin im Asia-Laden) und evtl. noch mit Hähnchengewürz abschmecke und je nach gewünschter Konsistenz, mit braunem Saucenbinder andicke.
In der Zwischenzeit in einem anderen Topf die Kartoffelknödel (im Kochbeutel) entsprechend garen.

Das dieses Rezept natürlich nichts mit den Rezepten meiner Sammlung von USA-Rezepten (hier im Country-Home) zu tun hat, ist ja wohl völlig klar – und dass gewissen „prominenten Kollegen“ von mir jetzt die „Haare zu Berge stehen werden, ist mir auch klar“!

Ich weiß aber, dass sehr viele Hausfrauen und Mütter auch am „heiligen Abend“ teilweise bis 14:00, oder gar 16:00 Uhr arbeiten müssen (weil sie auf einen Nebenverdienst angewiesen sind), Trotzdem am „heiligen Abend“ oder an anderen Festtagen, wenn auch die Zeit nicht reicht, Ihrer Familie trotzdem ein festliches Essen vorsetzen möchten!

Daß ich persönlich, als Koch natürlich frisch zubereitete Gerichte meinen Gästen anbiete, aber auch mal privat (am ““freien Tag““) wenig Zeit habe „Frische Spezialitäten“ anzubieten, greife ich auch schon mal auf Fertigprodukte, bzw. halbfertigprodukte zurück, um Zeit zu sparen.

Corn & Cheese Fondue

8 Eier, Salz, Pfeffer, 100 gr geriebenen Käse (Emmentaler, Chester oder nach Geschmack), 1 kl. Dose Gemüsemais, ca. 80 gr Butter.
Den Gemüsemais abtropfen lassen und in einer Pfanne mit etwas zerlassener Butter heiß werden lassen.
Aus den verquirlten, gewürzten Eiern Rührei herstellen, die heißen Maiskörner und den geriebenen Käse untermischen und auf vorgewärmten Tellern servieren

Sausage gravy (Wurstsauce)

ca. 500gr grobe rohe Bratwurst, 2 EL Mehl, 1 Tasse Milch, Pfeffer.

Die Bratwurst aus der Hülle drücken und die Wurstmasse in einer Pfanne ohne Fettzugabe unter ständigem Rühren anbräunen. Die gebratenen Wurstmasse mit einem Schaumlöffel herausnehmen und das Mehl in dem Fett leicht anbräunen. Nach und nach 2/3 Tasse Milch dazugeben, dabei ständig – am Besten mit einem Schneebesen – umrühren. Die Wurstkrümel dazugeben und mit Pfeffer abschmecken. Eventuell restliche Milch zum Verdünnen einrühren. Auf halbierten Biscuits servieren

Pilzsuppe mit Wildreis (ca. 6-8 Portionen)

(etwas „modernisiertes Rezept“ urspr. von kanadischen Indianern)

2/3 Cup ungekochten Wildreis (= ca. 2 1/2 Cup gekochter Wildreis),
500 gr. gemischte Waldpilze, 1 ½ – 2 Ltr. Hühnerbrühe (je nach gewünschter „Dicke“ der Suppe), 1 mittelgroße Zwiebel, 1-2 Bleichsellerie-Stangen, 2-3 Möhren,
4 El Butter, 3 El Mehl, ½ Tl. Getrockneter Thymian, 2 EL trockener Sherry (oder nach Geschmack auch medium, oder sweet), 1 EL Weinbrand, 250 ml flüssige Sahne, Salz, Pfeffer aus der Mühle, einige glatte Petersilienblätter.

Pilze säubern, aber nicht Waschen! Und in dünne Scheiben schneiden. Zwiebel fein würfeln, ebenso die Möhren und den Bleichsellerie.
Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Die Gemüsewürfel hineingeben und ca. 5 Min. unter Rühren andünsten. Pilze dazu geben und bis sie Flüssigkeit abgeben (ca. 2 – 3 Min.) mitdünsten. Das Mehl über das Gemüse sieben und gut verrühren, damit sich keine Klümpchen bilden.
Dann die Hühnerbrühe angießen und den Thymian einstreuen. Den Topf mit einem Deckel verschließen und den Inhalt aufkochen lassen. Bei reduzierter Hitze das Gemüse in ca. 8 Minuten – nicht zu weich – köcheln lassen.
Den warm gehaltenen Wildreis hinzufügen, mit dem Sherry und dem Weinbrand abschmecken. Den Topf von der Platte nehmen und die Sahne dazu geben, gut verrühren und evtl. noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

In die Teller verteilen und mit den Petersilienblättchen garnieren

Maissuppe mit Hackbällchen

2 Dosen Mais, 2 Dosen Pizzatomaten, 250 gr. Zwiebeln, 250 gr. gemischtes Hackfleisch, 1 grüne Paprikaschote, 100 gr. Tomatenpaprika (Glas) 1 Ltr. Fleischbrühe, 2 EL gehackte Petersilie, 1 Ei, 2 EL Semmelbrösel, Salz, Pfeffer, Thymian, Oregano, Rosmarin, Olivenöl.

50 gr. Zwiebeln ganz fein hacken, mit dem Ei und den Gewürzen vermengen, Hackfleisch dazu geben und miteinander verkneten, Semmelbrösel unterkneten und kleine Fleischbällchen formen. Diese kurz im heißen Olivenöl rundum braun anbraten und zur Seite stellen.
Die restlichen Zwiebeln in Würfel schneiden und mit der in Würfel geschnittenen Paprikaschote in dem Bratfett glasig schwitzen lassen (kleine Flamme).Tomatenpaprika in Würfel schneiden, ½ Dose Maiskörner im Mixer pürrieren. Die Fleischbrühe erhitzen, alle Zutaten (außer der Petersilie) in die heiße Brühe geben und bei geringer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren die gehackte Petersilie auf die Suppe streuen.